Bestattung

Beerdigung organisieren: Ablauf & Checkliste der ersten Tage

Von der Todesliste-Redaktion erstellt und geprüftZuletzt geprüft: Lesezeit: 3 Min.

In den ersten Tagen nach einem Todesfall müssen viele Dinge fast gleichzeitig passieren – und das mitten in der Trauer. Vieles davon nimmt Dir ein Bestattungsinstitut ab. Dieser Überblick ordnet die Schritte nach Reihenfolge: Was sofort dran ist, was der Bestatter übernimmt, welche Fristen drängen und womit Du bei den Kosten rechnen solltest.

Die ersten Stunden: Arzt und Totenschein

Tritt der Tod zu Hause ein, rufst Du zuerst einen Arzt – den Hausarzt oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst. Der Arzt stellt den Tod fest und stellt die Todesbescheinigung (den Totenschein) aus. Erst mit diesem Dokument darf der Bestatter die verstorbene Person überführen. Im Krankenhaus oder Pflegeheim übernimmt das Haus diesen Schritt. Es besteht kein Grund zur Eile in der Nacht: Du darfst Dir Zeit zum Abschiednehmen lassen.

Bestattungsinstitut beauftragen

Den Bestatter wählst Du frei – Du bist an niemanden gebunden und darfst in Ruhe vergleichen. Ein seriöses Institut erstellt ein schriftliches, aufgeschlüsseltes Angebot und drängt Dich zu nichts. Der Bestatter übernimmt anschließend die meisten organisatorischen Aufgaben:

Hol Dir ruhig zwei bis drei Angebote ein und achte auf die Trennung von Eigenleistungen des Bestatters und Fremdkosten (Friedhofs- und Krematoriumsgebühren). So erkennst Du, wofür Du wirklich zahlst.

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Welche Fristen drängen?

Jedes Bundesland hat ein eigenes Bestattungsgesetz mit eigenen Fristen. Zwei Zeitfenster sind dabei wichtig: die Überführung in eine Kühlung und die eigentliche Bestattung.

Typische Fristen (je nach Bundesland unterschiedlich)
SchrittÜbliche Frist
Überführung in eine Kühlzellemeist innerhalb von 24 bis 36 Stunden nach dem Tod
Erdbestattungmeist frühestens 48 Stunden, spätestens 4 bis 10 Tage nach dem Tod (je Bundesland)
Feuerbestattungetwas mehr Zeit, da ein zweites ärztliches Gutachten nötig ist

Die genauen Fristen nennt Dir der Bestatter für Dein Bundesland. Bei religiösen Vorgaben – etwa einer Bestattung binnen 24 Stunden – ist oft eine Sondergenehmigung möglich.

Trauerfeier und Ablauf planen

Parallel legst Du den Rahmen der Trauerfeier fest: kirchlich oder weltlich, mit oder ohne Trauerredner, Musik, Blumenschmuck und die Frage, wen Du wie einlädst. Vieles davon lässt sich an den Wünschen der verstorbenen Person ausrichten, falls diese festgehalten wurden – etwa in einer Bestattungsverfügung.

Womit Du bei den Kosten rechnen solltest

Eine Beerdigung in Deutschland kostet im Durchschnitt grob zwischen 7.000 und 12.000 Euro – abhängig von Bestattungsart, Region und Wünschen. Eine einfache, anonyme Urnenbeisetzung ist deutlich günstiger und beginnt teils bei rund 2.000 Euro. Die Summe setzt sich aus drei Blöcken zusammen: den Leistungen des Bestatters, den Gebühren von Friedhof und Krematorium sowie den Kosten für Trauerfeier und Grabmal.

Dieser Überblick bietet Orientierung, aber keine Rechtsberatung. Fristen und Pflichten richten sich nach dem Bestattungsgesetz Deines Bundeslandes.

Häufige Fragen

Muss ich sofort einen Bestatter rufen?
Nein. Zuerst stellt ein Arzt den Tod fest und schreibt den Totenschein. Den Bestatter kannst Du in Ruhe wählen und vergleichen – es gibt keinen Grund zur Eile in der Nacht. Du darfst Dir Zeit zum Abschiednehmen lassen.
Wie schnell muss die Beerdigung stattfinden?
Das regelt das Bestattungsgesetz des jeweiligen Bundeslandes. Üblich ist eine Erdbestattung frühestens 48 Stunden und spätestens 4 bis 10 Tage nach dem Tod. Der Bestatter nennt Dir die genaue Frist vor Ort.
Darf ich den Bestatter frei wählen?
Ja. Du bist an kein bestimmtes Institut gebunden und darfst mehrere Angebote einholen. Achte auf ein schriftliches, aufgeschlüsseltes Angebot, das Eigenleistungen und Fremdkosten klar trennt.

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